Niedersachen klar Logo

Auskunft über die Höhe der Versorgung


Das NLBV erhält öfters Anfragen von Beamtinnen und Beamten über die Höhe der Versorgung, die bei einer Versetzung in den Ruhestand zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht werden kann.

Wir kommen diesen Anfragen im Rahmen unserer Kapazitäten kostenlos nach. Für Beamtinnen und Beamte, deren Ruhestand nicht zeitnah bevorsteht und bei denen keine besonderen Gründe für eine personenbezogene Auskunft vorliegen, können allerdings nur allgemeine Auskünfte erteilt werden.


Eine konkrete Berechnung wird nur erstellt, wenn

  • das 55. Lebensjahr vollendet ist, noch mehr als 12 Monate vor dem voraussichtlichen Ruhestandsbeginn liegen und - soweit schon eine Auskunft erteilt wurde - seitdem mindestens 5 Jahre vergangen sind
    oder
  • Anlass zu der Annahme besteht, dass eventuell in nächster Zeit die Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit erfolgt oder eine begrenzte Dienstfähigkeit vorliegt (Anfrage nur mit Bestätigung der Personaldienststelle)
    oder
  • eine Versetzung in den einstweiligen Ruhestand in nächster Zeit möglich ist (nur bei Auflösung oder Umbildung von Behörden).

Für eine konkrete Berechnung nutzen Sie bitte den Vordruck "Anfrage zur voraussichtlichen Höhe der Versorgung", den Sie auf dieser Seite in der rechten Infospalte finden.

Eine "Informationsauskunft für Altersversorgung", eine "Beamtenberatungsstelle für Pensionen“ oder auch eine "Informationsauskunft für Altersbezüge e.K." (anscheinend wechselt diese Firma häufig den Namen) bietet Lehrerinnen und Lehrern an, auf ihrer Internetseite Auskünfte zu deren Dienstzeiten zu geben. Sie erstellt daraufhin Berechnungen über die erworbene Versorgungsanwartschaft und fügt dem Schreiben eine Rechnung bei mit der Aufforderung, diese zu bezahlen. Dieses Unternehmen fordert mit dem Hinweis, dass versehentlich Daten vernichtet worden wären, sogar dazu auf, auch Bedienstete (z. B. mittels Aushang am "Schwarzen Brett") davon zu verständigen, dass sie sich bei dem Unternehmen melden sollen.
Diese Organisation ist weder eine Behörde noch staatlich autorisiert, verbindliche Auskünfte zu erteilen. Lehrerinnen und Lehrer sowie sonstige Beamtinnen und Beamte sind nicht verpflichtet, mit solchen privatrechtlichen Firmen zusammen zu arbeiten und sich derartige Auskünfte von dort geben zu lassen. Die Kostenerhebung für solche Auskünfte beruht nicht auf der Allgemeinen Gebührenordnung (AllGO) oder einer anderen landesrechtlichen Vorschrift.

Es handelt sich auch nicht um eine offizielle Berechnungsstelle des NLBV oder einer sonstigen Behörde, sondern vielmehr um ein privates Unternehmen, das gegen eine "Aufwandsentschädigung" Versorgungs- bzw. Pensionsberechnungen durchführt. Vermutlich stellt es auch den Versuch dar, an die Adressen von Bediensteten zu gelangen.

Beispielsweise warnte auch der Verband der Lehrer Hessen (VDL) im Jahr 2018 mit einer Aufzählung weiterer Firmennamen in seinem Internetauftritt vor derartigen privaten Anbietern. Der VDL schreibt:

"Wir möchten Sie darauf hinweisen, sensibel mit Ihren Daten umzugehen und sich durch solche Mails nicht verunsichern zu lassen. Ihre persönlichen Informationen sollen und dürfen zu keinem Zeitpunkt durch Sekretariate oder andere Lehrkräfte an Versicherungsunternehmen weitergegeben werden, wenn Sie es nicht ausdrücklich wünschen. Dubiose Versicherungsmakler versuchen über solche Winkelzüge ihr Glück. Vereiteln Sie diese Versuche und achten Sie auf fragwürdige Mails."




zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln