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Steueränderungen ab 01.01.2021

Mit dem Jahreswechsel treten eine Reihe steuerlicher Änderungen in Kraft, die zum Teil auch Auswirkungen auf die Bezügeabrechnung haben. Hierüber möchten wir Sie im Folgenden in aller Kürze informieren.

1. Erhöhung des Grundfreibetrags bzw. Kinderfreibetrags

Zum 01.01.2021 erhöht sich der steuerliche Grundfreibetrag für das Jahr 2021 von bisher 9.408 € auf 9.744 € (jährlich). Der steuerliche Kinderfreibetrag erhöht sich für jeden Elternteil von 2.586 € auf 2.730 € (insgesamt also 5.460 €, einschließlich des ebenfalls auf 2.928 € erhöhten Betreuungsfreibetrags dann in Summe 8.388 € jährlich). Das NLBV wird die Erhöhung der Freibeträge automatisch ab der Bezügemitteilung für Januar 2021 berücksichtigen.

2. Verdoppelung der Pauschbeträge für Menschen mit Behinderung

Ab dem 01.01.2021 werden die Pauschbeträge für Menschen mit Behinderung (bislang: Behinderten-Pauschbetrag) verdoppelt. Bei diesem Pauschbetrag handelt es sich um ein Lohnsteuerabzugsmerkmal, das dem NLBV vom Bundeszentralamt für Steuern zum elektronischen Abruf bereitgestellt wird (sog. ELStAM-Verfahren). Voraussetzung für die Berücksichtigung ist allerdings, dass die/der Beschäftigte bei ihrem/seinem Wohnsitzfinanzamt einmal einen Freibetrag für die Berücksichtigung beim Lohnsteuerabzug beantragt hat. Für die Berücksichtigung der erhöhten Pauschbeträge für Menschen mit Behinderung ab dem 01.01.2021 müssen die Beschäftigten – wenn sie bei ihrem Wohnsitzfinanzamt einen solchen Freibetrag beantragt haben – somit keinen zusätzlichen Antrag beim NLBV stellen.

Hinweis für Beamtinnen und Beamte sowie Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger mit einem Freibetrag für den Behinderten-Pauschbetrag:

Diese Beschäftigten erhalten im Dezember 2020 ihre Bezüge für Januar 2021 im Voraus gezahlt. Die Verdoppelung des Pauschbetrags für Menschen mit Behinderung kann bei Vorauszahlung der Bezüge in der Gehaltsabrechnung für den Monat Januar 2021 noch nicht umgesetzt werden, weshalb noch der Freibetrag in der bisherigen Höhe Berücksichtigung findet. Die dadurch zu viel einbehaltenen Steuern für Januar 2021 werden den Betroffenen zusammen mit den Bezügen für Februar 2021 erstattet.

3. Rückführung des Solidaritätszuschlags

Ab dem 01.01.2021 wird die Freigrenze für den Solidaritätszuschlag von aktuell 972 € auf 16.956 € (jährlich), in der Steuerklasse 3 von 1.944 € auf 33.912 € (jährlich), angehoben, was für eine Vielzahl der Beschäftigten bedeutet, dass der Solidaritätszuschlag gänzlich entfällt. Auch diese Erhöhung der Freigrenze wird ab der Gehaltsabrechnung für Januar 2021 automatisch berücksichtigt.

Besoldung, Entgelt und Versorgung
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