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Gesetzliche Unfallversicherung – neuer elektronischer Lohnnachweis seit 2017


Seit 2017 ist für die gesetzliche Unfallversicherung ein neues elektronisches Lohnnachweisverfahren zwingend vorgeschrieben. Für eine Übergangszeit von zwei Jahren wurde daneben der bisherige Jahreslohnnachweis in Papierform beibehalten (Erprobungsphase).

Dies betrifft die speziellen Landesdienststellen und andere Institutionen, insbesondere niedersächsische Hochschulen, die bei der Landesunfallkasse Niedersachsen (LUKN) unfallversichert sind und deren Mitgliedsnummer mit 3.99 beginnt. Außerdem betroffen sind Landesdienststellen und andere Institutionen, für die nicht die LUKN die Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung ist, sondern ein Unfallversicherungsträger mit echten Gefahrtarifen, wie z. B. die Verwaltungsberufsgenossenschaft.

Der neue elektronische Lohnnachweis (eLNW) wird vom NLBV jeweils zu Beginn des dem Nachweisjahr folgenden Jahres an die Annahmestelle der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung übermittelt. Im Laufe des Folgejahres erfolgen ggf. Korrekturen zum aktuellen Lohnnachweis für das Nachweisjahr, wenn relevante Änderungen durch Rückrechnungen ins Vorjahr vorliegen. Daraus wird sich in der Regel eine Korrektur der Beitragsfestsetzung durch den Unfallversicherungsträger ergeben, die nicht unbedingt sofort erfolgen muss.

Mit dem eLNW wird der bisherige Jahreslohnnachweis in Papierform ab dem Nachweisjahr 2018 endgültig abgeschafft. Für die Nachweisjahre 2016 und 2017 mussten die Arbeitgeber/Landesdienststellen den herkömmlichen Jahreslohnnachweis letztmalig in Papierform erteilen. Dieser war allein maßgeblich für die Festsetzung der Unfallversicherungs- bzw. Berufsgenossenschaftsbeiträge. Daneben hatte das NLBV zunächst zu Prüfzwecken bzw. zum Vergleich mit dem Papiernachweis bereits den neuen eLNW abgegeben. Die zweijährige Erprobungsphase des eLNW verlief für das NLBV erfolgreich: Es gab lediglich eine Rückfrage einer Berufsgenossenschaft.

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